Alicia Falco: Von Barcelonas Theaterbühnen zu Netflix

Admin
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Alícia Falcó ist eine spanische Schauspielerin aus Barcelona. Wer nach „Alicia Falco“ sucht, meint meist die 2003 geborene Darstellerin, deren Name korrekt mit Akzenten geschrieben wird: Alícia Falcó. Nach frühen Erfahrungen im Theater und kleineren Film- und Fernsehrollen gelang ihr 2023 mit Sílvia Munts Drama Las buenas compañías der Durchbruch. Seither übernahm sie Hauptrollen in der RTVE-Serie Dieciocho, dem Prime-Video-Film Dímelo bajito und der Netflix-Miniserie El mapa de los anhelos. Ihre Laufbahn verbindet gesellschaftlich engagierte Stoffe mit romantischen Dramen und international veröffentlichten Streaming-Produktionen.

Alicia Falco im Überblick

MerkmalInformation
Vollständiger NameAlícia Falcó
Geburtsjahr2003
HerkunftBarcelona, Spanien
BerufSchauspielerin
ArbeitsbereicheFilm, Fernsehen und Theater
SprachenKatalanisch, Spanisch und Englisch
Bekannteste frühe HauptrolleBea in Las buenas compañías
Weitere zentrale RollenCèlia in Dieciocho, Asia in El refugio atómico, Kamila in Dímelo bajito, Greta in El mapa de los anhelos
AuszeichnungNominierung als beste Nachwuchsdarstellerin bei den XVI Premis Gaudí

Früher Einstieg in die Schauspielerei

Falcó kam bereits als Kind mit dem Theater in Berührung. Mit neun Jahren wirkte sie in La família irreal der katalanischen Theaterkompanie Dagoll Dagom mit. Ihren ersten Film drehte sie 2013: In Jordi Cadenas Drama La por spielte sie eine kleine Rolle. Gegenüber RTVE erinnerte sie sich später daran, wie sie ihre Mutter während dieses Drehs gefragt habe, ob sie diesen Beruf ihr ganzes Leben lang ausüben könne.

Auf die ersten Erfahrungen folgten Rollen in katalanischen und spanischen Fernsehproduktionen. Dazu gehörten El crac für TV3, Gigantes bei Movistar Plus+ und die langjährige RTVE-Serie Cuéntame cómo pasó. Diese Auftritte waren noch keine Hauptrollen, gaben Falcó aber Gelegenheit, früh mit unterschiedlichen Regisseuren, Ensembles und Produktionsformen zu arbeiten.

Parallel baute sie eine breit gefächerte Ausbildung auf. Das Profil ihrer Schauspielagentur nennt Unterricht bei Laura Jou sowie Ausbildung in Schauspiel, Körperarbeit und Stimme an der Escola d’Art Dramàtic Eòlia. Hinzu kamen Musiktheater, Synchronsprechen, Hip-Hop, klassisches Ballett, Zirkus, Gesang, Klavier, Klarinette und Musiktheorie. Diese Vielseitigkeit wurde später unter anderem für Tanzchoreografien und musikalische Szenen wichtig.

Das Theater als professioneller Ausgangspunkt

Obwohl Falcó schon als Kind vor der Kamera stand, betrachtet sie ihre Arbeit am Teatre Lliure in Barcelona als Beginn ihrer professionellen Laufbahn. Dort spielte sie 2021 in Alícia Gorinas Inszenierung Aquell dia tèrbol que vaig sortir d’un cinema de l’Eixample i vaig decidir convertir-me en un om.

Die unmittelbare Reaktion des Publikums und die tägliche Veränderung einer Aufführung schärften ihr Verständnis für Figurenarbeit. Zugleich entwickelte sie eine Vorliebe für das Spiel vor der Kamera, bei dem kleine Gesten und Blicke eine größere Wirkung entfalten können.

„Para mí ha sido un antes y un después.“ – So beschrieb Alícia Falcó gegenüber RTVE die Bedeutung von Las buenas compañías für ihre Laufbahn.

Der Durchbruch mit Las buenas compañías

In Sílvia Munts Las buenas compañías erhielt Falcó ihre erste große Kinohauptrolle. Das Drama spielt während der spanischen Transition und folgt einer Gruppe von Frauen, die sich für Frauenrechte und sichere Schwangerschaftsabbrüche einsetzen. Falcó verkörpert Bea, eine Jugendliche aus einer Arbeiterfamilie, die durch ihre Begegnung mit feministischen Aktivistinnen politisch und persönlich geprägt wird.

Die Handlung ist von Frauen aus Errenteria inspiriert, die Schwangeren bei Reisen nach Frankreich halfen. Falcó traf Mitglieder dieser damaligen Bewegung während der Vorbereitung. Ihre Figur ist jedoch kein direktes Porträt einer einzelnen Frau, sondern verbindet reale Erfahrungen mit einer fiktiven Familien- und Liebesgeschichte.

Für die Rolle musste die Schauspielerin eine härtere, verschlossenere Körpersprache entwickeln. Bea bringt Wut und Unsicherheit häufig ohne ausführliche Dialoge zum Ausdruck. Gerade diese kontrollierte Darstellung wurde zum entscheidenden Schritt in Falcós Karriere.

Die Acadèmia del Cinema Català nominierte sie bei den XVI Premis Gaudí in der Kategorie „Millor interpretació revelació“, also als beste Nachwuchsdarstellerin. Der Film selbst war außerdem bei Festivals in Málaga und San Sebastián erfolgreich.

Von Dieciocho zu internationalen Streaming-Rollen

Nach ihrem Kinoerfolg setzte Falcó ihre Arbeit in Jugend- und Gesellschaftsdramen fort. In der zweiten Staffel von Ser o no ser spielte sie Bruna. Es folgten Auftritte in Nacho, Un nuevo amanecer und der Prime-Video-Comedyserie Atasco.

Eine besonders umfangreiche Rolle erhielt sie 2024 in der sechsteiligen RTVE-Produktion Dieciocho. Als Cèlia spielt sie eine 17-Jährige, die Sozialstunden in einer Küche ableisten muss und dort Moha kennenlernt, einen minderjährigen Migranten, der um seine Aufenthaltspapiere kämpft. Die Liebesgeschichte behandelt Vorurteile, Einsamkeit und die schwierige Schwelle zum Erwachsenenleben.

Falcó erklärte im RTVE-Interview zu Dieciocho, die Serie solle den Blick für die Schwierigkeiten junger Menschen öffnen, die gesellschaftlich keine ausreichende Akzeptanz und Fürsorge erfahren. Das Ensemble wurde beim Serielizados Fest ausgezeichnet; außerdem erhielt die Produktion eine besondere Erwähnung bei den Prix Europa.

Netflix, Prime Video und neue Hauptrollen

Im Netflix-Thriller El refugio atómico spielte Falcó 2025 Asia. Die achtteilige Serie von Álex Pina und Esther Martínez Lobato handelt von wohlhabenden Familien, die sich angesichts einer vermeintlichen globalen Katastrophe in einen luxuriösen Bunker zurückziehen. Asia steht dabei im Zentrum eines Konflikts zwischen zwei Familien, die durch Schuld und einen tödlichen Unfall verbunden sind.

Im selben Jahr übernahm Falcó die Hauptrolle der Kamila „Kami“ Hamilton in Dímelo bajito. Der Prime-Video-Film basiert auf dem ersten Band von Mercedes Rons gleichnamiger Romantrilogie. Die Rückkehr der Brüder Thiago und Taylor Di Bianco zwingt Kami, sich mit verdrängten Beziehungen und Erlebnissen auseinanderzusetzen. Für die Tanzsequenzen probte Falcó nach Angaben von Amazon vier Wochen lang täglich.

Prime Video bestätigte im Juni 2026, dass Falcó auch die weiteren Teile der Reihe anführt. Dímelo en secreto soll Anfang 2027 erscheinen; außerdem erhielt der abschließende Film Dímelo con besos grünes Licht.

Mit El mapa de los anhelos folgte im Juli 2026 eine weitere internationale Hauptrolle. In der Netflix-Adaption des Romans von Alice Kellen spielt Falcó Greta, die nach dem Tod ihrer Schwester Lucy keinen eigenen Lebensweg mehr erkennt. Ein von Lucy hinterlassenes Spiel und die Begegnung mit Will führen sie durch Trauer, Selbstfindung und eine neue Beziehung. Die sechsteilige Miniserie wurde von Laura M. Campos und Gemma Ferraté inszeniert.

Daneben gehört Falcó zur Besetzung von Esa noche, einer 2026 veröffentlichten Netflix-Serie nach einem Roman von Gillian McAllister.

Wichtige Stationen ihrer Karriere

JahrProduktion oder EreignisBedeutung
2012La família irrealFrühe Theatererfahrung mit Dagoll Dagom
2013La porErstes Filmprojekt
2021Produktion am Teatre LliureBeginn ihrer professionellen Theaterlaufbahn
202213 exorcismosRolle in einem spanischen Horrorfilm
2023Las buenas compañíasErste Kinohauptrolle und Durchbruch
2024Premis Gaudí und DieciochoNachwuchsnominierung und erste große Serienhauptrolle
2025El refugio atómico und Dímelo bajitoInternationale Streaming-Produktionen
2026Esa noche und El mapa de los anhelosWeitere Netflix-Rollen, darunter eine Miniserien-Hauptrolle
2027Dímelo en secretoAngekündigte Fortsetzung der Prime-Video-Reihe

Was Alícia Falcós Rollen verbindet

Falcós Figuren sind häufig junge Frauen, die unter starkem äußerem Druck eine eigene Haltung entwickeln. Bea kämpft gegen gesellschaftliche und familiäre Grenzen, Cèlia muss ihre Vorurteile erkennen, Asia trägt die Folgen eines familiären Traumas, und Greta sucht nach einem Leben außerhalb der Rolle, die ihre Familie für sie vorgesehen hatte.

Ihre bisherigen Arbeiten lassen sich dennoch nicht auf ein einziges Genre reduzieren. Historisches Drama, Horror, Sozialdrama, Thriller und Young-Adult-Romanze verlangen unterschiedliche Spielweisen. Ihre Ausbildung in Tanz, Musik und Theater erweitert dabei die Rollen, die sie glaubwürdig übernehmen kann.

Häufig gestellte Fragen zu Alicia Falco

Wer ist Alicia Falco?

Alícia Falcó ist eine 2003 in Barcelona geborene spanische Schauspielerin. Sie arbeitet in Kinofilmen, Fernseh- und Streamingserien sowie am Theater.

Wie schreibt man ihren Namen richtig?

Die korrekte katalanische Schreibweise lautet Alícia Falcó. In deutschsprachigen und internationalen Suchanfragen wird der Name häufig ohne Akzente als „Alicia Falco“ geschrieben.

Durch welche Rolle wurde Alícia Falcó bekannt?

Ihr Durchbruch war die Hauptrolle der Bea im Kinodrama Las buenas compañías von Sílvia Munt. Dafür wurde sie bei den Premis Gaudí als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert.

In welchen Netflix-Serien spielt Alícia Falcó?

Zu ihren Netflix-Produktionen gehören El refugio atómico, Esa noche und die Miniserie El mapa de los anhelos.

Wen spielt Alicia Falco in Dímelo bajito?

Sie verkörpert Kamila „Kami“ Hamilton, die Protagonistin der Romanverfilmung. Falcó führt auch die Besetzung der angekündigten Fortsetzungen Dímelo en secreto und Dímelo con besos an.

Welche Ausbildung hat Alícia Falcó?

Sie studierte Schauspiel, Körperarbeit und Stimme, nahm Unterricht bei Laura Jou und absolvierte Kurse in Musiktheater und Synchronsprechen. Außerdem erhielt sie Ausbildung in Tanz, Zirkus, Gesang und mehreren Instrumenten.

Fazit

Alícia Falcó hat den Übergang von frühen Kinderrollen zu anspruchsvollen Hauptfiguren in wenigen Jahren vollzogen. Las buenas compañías machte ihre präzise, zurückhaltende Spielweise sichtbar; Dieciocho, Dímelo bajito und El mapa de los anhelos erweiterten ihre Arbeit auf internationale Streaming-Plattformen. Ihre Filmografie zeigt eine Schauspielerin, die gesellschaftliche Dramen ebenso trägt wie Thriller und Literaturverfilmungen.

Quellen

RTVE – „Alícia Falcó, una nueva revelación del cine español“, 14. März 2023

https://www.rtve.es/play/noticias/20230314/alicia-falco-actriz-protagonista-buenas-companias-pelicula-quien/2431489.shtml

Bedelka Talent – „Alicia Falcó“

Acadèmia del Cinema Català – „Las buenas compañías – XVI Premis Gaudí“

RTVE Playz – „Alicia Falcó, coprotagonista de ‘Dieciocho’: ‘A través de esta historia de amor se cuentan realidades duras’“, 10. Oktober 2024

https://www.rtve.es/play/noticias/20241010/alicia-falco-coprotagonista-dieciocho-a-traves-esta-historia-amor-se-cuentan-realidades-duras/16280702.shtml

Netflix Tudum – „The Map of Longing: What to Know About the Spanish Tearjerker“, 17. Juli 2026

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